Einige Dinge von der Hochzeitsorganisation werde ich nie vergessen. Z.B. steht in den ganzen Ratgebern - und auch meine Freundinnen hatten es mir gesagt, dass man "rechtzeitig" mit der Suche nach dem Brautkleid anfangen soll. Also 1 Jahr vorher - spätestens 6 Monate vorher. Obwohl ich das belächelt habe und obwohl ich schneller ein tolles Kleid (also ich fand es wirklich toll) gefunden habe würde ich diesem Rat zustimmen. Weil ich vielleicht echt Dusel hatte, als ich in München in meiner Mittagspause in die "bridal lounge" spazierte und dort auf eine ambitionierte Brautausstatterin traf, die mich nett beraten hat. Aber vielleicht hätte ich ein günstigeres Modell gefunden, wenn ich mehr Zeit zum suchen gehabt hätte.
In den 5 Monaten, in denen wir die Hochzeit organisiert haben, habe ich oft gesagt, dass wir das, was uns an Zeit fehlt eben mit Geld bezahlen müssen, weil wir eben nicht ewig nach den Schnäppchen suchen können. (Umgekehrt bedeutet es, wenn man Geld sparen will sollte man frühzeitig mit dem organisieren beginnen.)
Eine Woche vor der Hochzeit hatten T. und ich Urlaub genommen, um uns in Ruhe vorzubereiten und noch die letzten wichtigen Dinge zu erledigen. Meine Familie war zur Unterstützung aus Griechenland angereist. In dieser Woche kam ich kaum dazu mal ins Bad zu gehen, weil es ständig belegt war. 8 Personen mussten sich irgendwie arrangieren. Unsere Wohnung war noch nie so belebt. Sonst sind wir - wenn überhaupt - nur am Wochenende mal da. Ich stellte fest, dass es schön ist, seine Familie um sich zu haben und um Rat fragen zu können. Schließlich konnte ich auch einige Dinge von anderen erledigen lassen.
Eine ganz wichtige Sache, die ich beim Hochzeit organisieren gelernt habe: So wenig wie möglich selbst machen. Und immer schön auf Leute hören, die so etwas schon mal durch gemacht haben. Und Helferlein suchen! Das einzige, das wir wirklich selbst gemacht haben waren die Einladungen. Und das war im Nachhinein betrachtet zwar schön und hat Spaß gemacht, aber für uns war es zu zeitaufwändig. Immerhin hatten wir nur 7 gemeinsame Wochenenden in Stuttgart in denen wir tatsächlich etwas gemeinsam organisieren, anschauen, besorgen, buchen, besprechen u.s.w. konnten.
Manche Dinge mussten eben quick and dirty erledigt werden. Band buchen, Saal buchen, Catering buchen, Fotograf buchen. Zum Glück lässt sich - dank E-Mail und online-banking - auch vieles aus der Ferne steuern. Gemeinsame Termine wurden so gesetzt, dass man an einem Tag 3 oder 4 Dinge abhaken konnte. Es gab aber sehr viele Kleinigkeiten, die man persönlich besorgen musste. Utensilien für die kirchliche Trauung, Wein, Kleider, Schuhe, Schmuck, Friseur, Kosmetikerin, Deko, Probeessen und und und...
Bei manchen Dingen ging es nicht so schnell. Ich wollte unbedingt Rosen in der Farbe weiß/rosa in Kombination mit Hortensien. Ich dachte der Blumenstrauß und die Deko würde ich an einem Tag mit der Floristin besprechen und fertig. Aber da hatte ich mich geirrt. Mehrere Male war ich bei ihr. Und weil sie in der Nähe ihren Laden hat wollte ich keinen anderen Floristen suchen, aber sie hat nicht so recht verstanden, was ich wollte. Am Ende hat es dann zum Glück doch geklappt und die Deko war sehr schön. (Ist das nicht 'ne schöne Rose???)
Seit der Hochzeit denke ich manchmal, was man hätte anders machen können, aber ich fand alles wunderbar und würde nichts anders machen. Ich bin froh, dass wir alles so gemacht haben, wie wir es gemacht haben, denn es war einfach alles alles wunderbar! Der schönste Tag in meinem Leben und es war jeden Cent wert!!!
Und wenn Ihr mal vor der Frage steht: "Hilfe ich heirate! Was ist zu tun?" Dann stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite!