Donnerstag, August 28, 2008

Crêperie

Wenn man mal Lust auf 'ne Crêpe hat aber nicht unbedingt auf die Hand, sondern anständig auf 'nem Teller mit Messer und Gabel, dann empfehle ich die Crêperie Bernard et Bernard in München (Innere Wiener Str. 32). Das ist in der Nähe vom Wiener Platz. Die salzigen Crêpes heißen Gelettes und sind mit Buchweizenmehl. Die Süßen sind aus Weizenmehl. Es gibt aber auch Salate und Schnecken *uääää*.

Ich habe eine süße mit Banane und Schokolade probiert. Nicht gerade originell meine Auswahl, aber darauf hatte ich nun mal Lust. Es gibt aber alle möglichen Varianten und es ist eine vollwertige Mahlzeit.

München Tag 500

Nichts besonderes eigentlich, aber der 500ste Arbeitstag in München erschien mir erwähnenswert.

Dienstag, August 26, 2008

Prokrastination, oder...

„Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Eigentlich tut sie mir ja leid

Heute habe ich von der Bürokauffrau einen (wie nennt man das ohne in Fekalsprache zu verfallen???) Anschiss bekommen! Es ging um die Richtlinien und Prozesse in unserem Unternehmen, die eingehalten werden müssen (zweifellos!) und dass hier nicht jeder machen kann, was er will (schon klar!) und dass ich als Projektleiterin es eigentlich besser wissen müsste! Zunächst einmal bin ich die falsche Person gewesen für dieses Problem um das es ging, aber die eigentlich verantwortliche Person ist nicht mehr da. Da die Kauffrau fürchtete ihrerseits einen Anschiss "von ganz oben" zu bekommen hat sie wohl schon mal im Vorraus ausgeteilt.

Die erste halbe Stunde danach war ich total perplex und wütend. Mein Puls ungefähr so, als wäre ich 5 km gejoggt. Danach war ich beleidigt und wollte nicht mit den anderen zusammen essen - ich setzt mich doch nicht an den selben Tisch mit der blöden Schnalle! Bin alleine essen gegangen. Später habe ich darüber wieder gelacht, weil mir einfiel, dass ich nicht verantwortlich bin. Und jetzt tut sie mir leid, weil ich denke es gibt (intelligente) Menschen, die sich erst Mal ein Gesamtbild verschaffen bevor sie losbrüllen und die anderen, die etwas kurzsichtiger sind. Die sind geistig nicht so beweglich und bestehen auf Prinzipien, weil sie sonst nicht funktionieren können oder weil sie ihre eigenen Fehler dadurch besser verstecken können.

Ja ja... das Büroleben. Da hat man halt auch nur mit Menschen zu tun!

Dienstag, August 19, 2008

Fernsehen mobil

In meinem neuen WG Zimmer habe ich keinen Fernseher, ist ja auch o.k. - brauche ich nicht unbedingt, nur wenn es einen gibt, dann schaue ich auch gern. Es gibt einen Anschluss und eigentlich sollte T. mir den kleinen "Zweit-TV" nach München bringen.

Aber das ist ja nicht mehr zeitgemäß. Heute gibt es terrestrisches Fernsehen. Da stöpselt man eine kleine DVB-T Antenne über den USB-Anschluss an sein MacBook und kann überall fernsehen. Funktioniert wie Radio. So einfach ist das.

Habe am Wochenende von T. so eine Antenne geschenkt bekommen und gestern Abend hier in München ausprobiert. Man kann über 20 Sender empfangen. Net schlecht!

Da sind ja die Abende gerettet und ich dachte schon ich würde nur noch Sudokus lösen. :)

Mittwoch, August 13, 2008

Bag lady - Teil 2

Vor zwei Wochen sah ich diese bag lady mit den vielen Tüten wieder in Stuttgart. Und gestern war sie wieder in München am Marienplatz im Bereich der S-Bahn, wo die Fahrkartenautomaten und diverse Kioske sind. Da ich sie jetzt schon seit zwei Jahren mal in München und mal in Stuttgart sehe und sie offensichtlich eine Obdachlose ist, war ich schon ziemlich neugierig also habe ich sie angesprochen und gefragt, wie es kommt, dass sie mal hier und mal da ist.

Sie erzählte mir ziemlich viel wirres Zeug und so richtig schlau geworden bin ich daraus nicht. Es ging um eine Verschwörung von jemandem, "der auf einem hohen Posten sitzt und es auf alle abgesehen hat, die ihren Familiennamen tragen. Und keiner mit diesem Namen kann in Ruhe leben, weil sie eigentlich viel Geld haben aber immer eingebrochen wird bei denen und das im organisierten Mafia-Stil und natürlich im Auftrag dieser mächtigen Person. Außerdem hat sie nichts gegen "Fremdländer" aber da gibt es diese Person auf dem Amt in Stuttgart, die ihren Landsleuten einen Arbeitsplatz vermittelt aber die Deutschen wieder heim schickt. Und wenn in München eine große Veranstaltung ist, kommen aus Italien Taschendiebe..." u.s.w....

O-kay... Entweder jemand wird so, wenn er auf der Straße lebt oder er lebt auf der Straße weil er so wirr ist. Aber sie hat definitiv keine Wohnung und ist ab und zu in Stuttgart wenn sie mal zum Rathaus muss wegen Papieren und hält sich in München auf, weil es dort angenehmer ist. Sie muss schon ziemlich lange so leben, weil sie total verfaulte bzw. keine Zähne mehr hat. Echt schlimm! Es gibt noch eine andere obdachlose Frau, die immer am Stachus schläft. Wie kann man nur so leben? Und vor allem als Frau. Das muss ein Albtraum sein. Diese Menschen haben entweder niemanden, bei dem sie unterkommen können bis sie wieder auf die Beine kommen - oder sie wollen niemanden; Kann auch sein.

Jedenfalls werde ich, wenn ich sie das nächste mal sehe, nicht mehr denken: "wie misteriös" sondern "mal sehen von welchem Laden die Tüten heute sind!".

Dienstag, August 12, 2008

Για την Ελλάδα, ρε γαμώτο

Bei den Olympischen Spielen in Peking hat Griechenland noch keine einzige Medaille gewonnen! Mei, mei, mei...
Auf der offiziellen Website kann man den aktuellen Stand verfolgen.

Da ich in meinem neuen WG-Zimmer kein TV habe, bekomme ich eigentlich nicht sehr viel mit von den Wettkämpfen. Ist auch nicht so schlimm. Trotzdem freue ich mich über Erfolge von Griechischen Athleten. Da freut sich dann das ganze Land wie blöd mit.

Ich werde nie den Sieg von Voula Patoulidou 1992 vergessen und was es damals bedeutet hat. In den Tagen vor dem Finale hatte sich Voula durch die Vorläufe des 100m Hürdenlaufs gekämpft, was an sich schon ein Riesenerfolg war. Eine Sensation, dass sie dann beim Finale dabei war. Ich verbrachte die Ferien bei meiner Schwester in Griechenland und auf einmal interessierten wir uns alle für Leichtathletik und saßen vor dem Fernseher um den letzten Lauf anzuschauen. Einer meiner Cousins war auch vorbei gekommen und hatte sogar eine Fahne dabei, was damals nicht so üblich war wie heute. Im Sport gab es nicht viele Gelegenheiten, die Griechische Fahne zu schwenken - außer Basketball natürlich.

Das Finale war so spannend und mitreißend - kaum auszuhalten. Als sie über die Ziellinie lief, sprangen wir alle vor Freude in die Luft und Voula Patoulidou konnte es selbst nicht glauben. Sie dachte sie wäre zweite oder dritte geworden, aber die Favoritin Gail Devers war gestürzt und alle anderen einen tick zu langsam. Sie hatten sie unterschätzt. Keine der Mitläuferinnen hatte damit gerechnet, dass sie als Außenseiterin eine Chance haben könnte. Und doch hat sie es in diesem Lauf allen gezeigt. Und selbst wenn die Favoritin nicht gestürzt wäre, hätte Voula eine Medaille gewonnen.



Da zeigt sich wie wichtig Kampfgeist und der Glaube an sich selbst ist. Leider fallen die heutigen Leichtathleten mehr durch Doping auf als durch Kampfgeist. Aber wir brauchen mal wieder eine Heldin. Για την Ελλάδα, ρε γαμώτο!

Mittwoch, August 06, 2008

Der Neue

Ich will's ja nicht verschreien, aber der neue Chef scheint echt ein Glücksgriff gewesen zu sein für unsere Firma. Endlich mal jemand ohne Profilneurose!

München Tag 485

Seit Montag wohne ich in der neuen WG. Es ist in der Nähe vom Gärtnerplatz, ich glaube es gehört zur Isarvorstadt, auf jeden Fall eine interessante Gegend, vor allem für junge Leute. Die Gebäude sind schön - alles Altbauten.
Ich habe ein Zimmer mit eigenem Balkon und wenn ich abends dort stehe, höre ich den Lärm der umliegenden Cafés bzw. der Gäste, die draußen sitzen. Und es sind sehr viele Cafés. Eins neben dem anderen. Sogar im selben Haus ist unten ein großes Bistro. Es gibt zwei Supermärkte in direkter Nähe, Bäcker, Drogerie, Apotheke... alles eigentlich. U-Bahn und Straßenbahn sind nicht weit. Ich bin schneller bei der Arbeit als früher.
Eigentlich hat es mir in Schwabing ganz gut gefallen, aber diese Gegend ist auch nicht schlecht, wobei es kein Viertel ist um dort ewig zu wohnen. Dafür ist es einfach zu laut und zu quirlig.
Ich habe eine Italienerin als Mitbewohnerin, die ungefähr 30 ist und die Vermieterin, die um die 80 sein muss.
Mal sehen wie es dort in der nächsten Zeit sein wird.

Sonntag, August 03, 2008

von Hochzeit erholen

Seit Tagen will ich über die Hochzeitsreise berichten - komme aber nicht so recht dazu. Jetzt versuche ich es mal in Kurzform, vielleicht wird da mehr draus... Man fliegt ca. 4 Stunden nach La Palma. Die Insel gehört zu den Kanaren. Kanarienvögel habe ich aber nicht gesehen. Dafür viele Eidechsen. 


Eigentlich müsste La Palma La Banana heißen. Dort gibt es überall Bananen-Plantagen. Davon leben die dort hauptsächlich. Und von Touristen - überwiegend Deutsche Wanderer. Denn - JA! - La Palma ist eine Wanderinsel.



So hoch, auf fast 2.500 Metern Höhe war ich davor noch nie. Das ist der höchste Punkt der Insel, auf den man mit dem Auto fahren kann. Zum Glück!




Die Wolken hängen am Berg auf der Ostseite fest und kommen nicht auf die andere Seite. Auf der Westseite sieht die Vegetation daher ganz anders aus. 




Das ist die Aussicht von unserer Terrasse aus gewesen. Jeden Abend beim Essen sah das so aus. Wie man sich denken kann waren wir auf der Westseite. Leider wurde es, sobald die Sonne weg war, sehr kalt. 



Es gibt auch ein paar wenige Strände. Meistens felsig. Wenn es Sand gibt, ist er schwarz, denn La Palma ist eine Lava-Insel. Tagsüber kann es sehr heiß werden und barfuß auf dem Sand gehen geht gar nicht.



Die meiste Zeit haben wir uns ausgeruht. Viel geschlafen, gelesen, gegessen. Meistens Jamon Serrano (Schinken). Sehr lecker. Die Palmerische Küche ist nicht so der Brüller, dafür bekommt man in den Supermärkten sehr guten Käse und Schinken und sonstige Tapas. Zu unserem Ferienhäuschen gehörte auch ein Garten, aus dem wir uns bedienen durften mit Salat, Tomaten, Paprika u.s.w.. 
Alles in allem eine sehr erholsame Woche.